Im Kreuzgang der Kathedrale von Barcelona lebt seit Jahrhunderten eine Schar von dreizehn Gänsen. Sie sind eine lebendige Erinnerung an Eulalia, die Stadtpatronin, die der Legende nach mit dreizehn Jahren den Märtyrertod starb. Die Kathedrale selbst ist der Heiligen Eulalia und dem Heiligen Kreuz geweiht – ein Doppelpatronat, das seit dem Jahr 877 besteht. Die heutige Fassade mit dem Mittelturm täuscht übrigens ein höheres Alter vor: Sie wurde erst zwischen 1886 und 1913 vollendet.
Audioguide Barcelona
Tella ist ein kostenloser Audioguide für jeden Ort der Erde. Hier sind 30 Orte in Barcelona, die eine Geschichte wert sind. Öffnen Sie einen davon auf der Karte und hören Sie sie auf Deutsch, oder nehmen Sie die Android-App mit auf einen Spaziergang und lassen Sie sich erzählen, woran Sie gerade vorbeigehen.

Orte, die eine Geschichte wert sind

Camp Nou
Fußballstadion in Barcelona, Spanien

Casa Batlló
Haus nach einem Entwurf von Antoni Gaudí in Barcelona
Photo: ChristianSchd · CC BY-SA 3.0

Plaça de Catalunya
Platz im Zentrum Barcelonas
Die Plaça de Catalunya ist kein historischer Platz, der über Jahrhunderte gewachsen ist – sie entstand erst, als Barcelona im 19. Jahrhundert seine mittelalterlichen Mauern abriss und die Neustadt Eixample anlegte. Davor lag hier ein unbebautes Feld vor den Toren der Altstadt. Heute laufen unter dem Platz die wichtigsten U-Bahn- und S-Bahn-Linien der Stadt zusammen, während oben die großen Boulevards beginnen. Der Boden selbst ist ein Mosaik aus blauen, roten und grauen Fliesen, das den Platz wie eine riesige sternförmige Figur zeichnet.
Photo: Tango7174 · CC BY-SA 4.0

Palau Güell
Stadtpalais im Stil des Modernisme in der Altstadt von Barcelona
Photo: Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0

Museu Nacional d’Art de Catalunya
Kunstmuseum in Barcelona, Katalonien
Photo: Jvhertum · CC BY-SA 3.0

Santa Maria del Mar
Kirchengebäude in Barcelona
Die Last der Gewölbe tragen hier keine schweren Pfeiler, sondern schlanke Säulen, die sich in fünfzehn Metern Höhe wie Palmblätter auffächern. Santa Maria del Mar wurde von den Hafenarbeitern und Kaufleuten des Viertels La Ribera selbst gebaut – sie schleppten die Steine vom Steinbruch auf dem Montjuïc eigenhändig herbei. Deshalb wirkt die Kirche so einheitlich: Nur 54 Jahre Bauzeit, ein einziger Stil, kein einziger späterer Anbau. Die großen Rosettenfenster tauchen das Kirchenschiff in ein Licht, das viele für das schönste gotische Raumerlebnis Barcelonas halten.
Photo: Kent Wang · CC BY-SA 4.0

Museu Picasso
Kunstmuseum in Barcelona mit Werken von Pablo Picasso
Picasso hat hier nie gelebt, aber Barcelona war die Stadt seiner Jugend – und diesem Haus hat er seine frühesten Werke anvertraut. Das Museum sitzt in fünf zusammengelegten Palästen der Carrer de Montcada, einer der ältesten Straßen der Stadt. Den Grundstein legte Picassos Freund und Sekretär Jaume Sabartés, der über Jahrzehnte hinweg Zeichnungen, Skizzen und Gemälde des jungen Pablo sammelte. Das berühmteste Stück der Sammlung ist die Serie „Las Meninas“ von 1957: 58 eigenständige Variationen, mit denen Picasso Velázquez’ Meisterwerk auseinandernahm und neu zusammensetzte – ein einziges Gemälde, das ein halbes Jahr lang fast jeden Tag aufs Neue entstand.
Photo: uayebt · CC BY 2.0

Montjuïc
Hausberg der katalanischen Hauptstadt Barcelona

Barcelona-Pavillon
Pavillon des deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe in Barcelona

Universität Pompeu Fabra
Universität in Spanien

Museu d’Art Contemporani de Barcelona
Museum für zeitgenössische Kunst in Barcelona
Photo: Zarateman · CC0

Bahnhof Barcelona Sants
Wichtiger Bahnhof in Barcelona, Katalonien, Spanien
Photo: JT Curses · CC BY-SA 4.0

Gran Teatre del Liceu
Opernhaus in Barcelona
Zwei Mal brannte das Gran Teatre del Liceu fast vollständig nieder, 1861 und 1994 – und beide Male wurde es originalgetreu wieder aufgebaut. Der zweite Brand war so verheerend, dass nur die Fassade an den Rambles stehen blieb. Dahinter entstand ein neues Haus mit modernster Bühnentechnik, während der prunkvolle Zuschauerraum dem alten bis ins Detail nachempfunden wurde. Am 4. April 1847 öffnete das Haus erstmals seine Türen. Heute ist es das größte Opernhaus Kataloniens und eines der bedeutendsten in ganz Europa.
Photo: Chabe01 · CC BY-SA 4.0

Mercat de la Boqueria
Markthallen an der Straße La Rambla in Barcelona (Spanien)
Der Eingang zur Boqueria ist noch ein Rest des alten Stadttores, das hier bis ins 18. Jahrhundert stand. Auf der Rambla verkauften Bauern und Fischer ihre Waren ohnehin, aber als das Kloster San Josep 1826 brannte, zogen die Händler auf dessen leeres Grundstück. Erst 1914 bekam der Markt sein Dach aus Stahl und Glas. Heute drängen sich hier weit mehr Touristen als Einheimische, und die Bars im Inneren gehören zu den lebendigsten Orten der Stadt – wer einen der wenigen Hocker ergattert, isst Meeresfrüchte direkt vom Tresen.
Die Geschichten schreibt eine KI aus öffentlichen Karten- und Enzyklopädiedaten; sie können Fehler enthalten.