Einst stand das Brandenburger Tor mitten im Todesstreifen, eingemauert in die Berliner Mauer. Heute flanieren Touristen hindurch, aber die Quadriga obenauf hat eine bewegte Reise hinter sich. Napoleon ließ sie 1806 nach Paris verschleppen, als Symbol seines Sieges. Acht Jahre später holten preußische Truppen sie zurück. Das Tor war das einzige von achtzehn Stadttoren, das die Zeiten überdauerte.
Audioguide Berlin
Tella ist ein kostenloser Audioguide für jeden Ort der Erde. Hier sind 30 Orte in Berlin, die eine Geschichte wert sind. Öffnen Sie einen davon auf der Karte und hören Sie sie auf Deutsch, oder nehmen Sie die Android-App mit auf einen Spaziergang und lassen Sie sich erzählen, woran Sie gerade vorbeigehen.

Orte, die eine Geschichte wert sind


Reichstagsgebäude
Sitz des Deutschen Bundestags
Die Kuppel auf dem Reichstagsgebäude ist begehbar – eine gläserne Spirale, die direkt über dem Plenarsaal liegt, sodass Besucher von oben auf die Abgeordneten hinunterschauen können. Entworfen wurde sie von Norman Foster, nach einer Idee von Gottfried Böhm. Seit 1999 tagt hier der Deutsche Bundestag, und das Gebäude zieht jährlich fast drei Millionen Besucher an. Damit ist der Reichstag das meistbesuchte Parlamentsgebäude der Welt.
Photo: Mfield , Matthew Field, http://www.photography.mattfield.com ; edit by Waugsber… · GFDL 1.2

Berliner Fernsehturm
Sende- und Aussichtsturm in Berlin
Photo: Christian Wolf ( www.c-w-design.de ) · CC BY-SA 3.0 de

Berliner Dom
evangelische Kirche und dynastische Grabstätte in Berlin
Kaum ein Baumeister wagte je einen größeren Widerspruch: Wilhelm II. ließ diesen Dom ab 1894 errichten, um die Hohenzollern-Dynastie zu verherrlichen – und machte ihn zugleich zur größten evangelischen Kirche Deutschlands. Unter der Predigtkirche liegt die Hohenzollerngruft, wo fast hundert Särge preußischer Herrscher stehen, vom Kurfürsten bis zum Kaiser. Den Zweiten Weltkrieg überstand der Bau schwer beschädigt, die zerstörte Denkmalskirche ließ die SED 1975 sogar abreißen. Bis 2002 wurde das Innere originalgetreu wiederaufgebaut; über eine Rekonstruktion der abgerissenen Teile wird bis heute diskutiert.
Photo: Ansgar Koreng · CC BY 3.0 de

Technische Universität Berlin
Hochschule in Berlin
Photo: TU Berlin/Pressestelle/Ulrich Dahl · Copyrighted free use

Alexanderplatz
Zentraler Platz in Berlin
Photo: ProtoplasmaKid, shoots and edition / music by Chris Zabriskie , “ The Temperatu… · CC BY-SA 3.0

Schloss Charlottenburg
ehemalige Sommerresidenz der preußischen Könige in Berlin
Photo: ernstol · CC BY-SA 3.0

Berlin Hauptbahnhof
größter Turmbahnhof Europas und wichtigster Eisenbahnknoten Berlins
Photo: Ansgar Koreng · CC BY 3.0 de

Berliner Schloss
ehemalige Residenz der preußischen Könige, Sitz des Humboldt Forums
Als die DDR-Führung 1950 das Berliner Schloss sprengen ließ, verschwand eines der größten Barockbauwerke Europas – nur um siebzig Jahre später fast originalgetreu wieder zu entstehen. Der 2013 begonnene Neubau rekonstruierte die Fassaden Andreas Schlüters, jenes Baumeisters, der das Schloss einst zum Hauptwerk europäischen Barocks gemacht hatte. Dahinter verbirgt sich heute das Humboldt Forum mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst. Von der einstigen Kuppel, die im 19. Jahrhundert das Stadtbild prägte, bis zu den heutigen Ausstellungen: Das Schloss ist wieder das, was es seit 1443 war – ein zentraler Bau im Herzen Berlins.
Photo: A.Savin · FAL

Altes Museum
Teil der Museumsinsel in Berlin
Karl Friedrich Schinkel ließ das Alte Museum 1830 nach dem Vorbild einer griechischen Säulenhalle errichten – mit achtzehn ionischen Säulen, die noch heute die Front am Lustgarten tragen. Damit schuf er eines der ersten öffentlichen Museen Europas, denn Friedrich Wilhelm III. wollte die königlichen Antiken ausdrücklich dem Volk zeigen. Bis heute beherbergt das Haus die Antikensammlung, darunter die weltberühmte Büste der Nofretete.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Mahnmal in Berlin
2711 graue Betonstelen, mal kniehoch, mal über vier Meter hoch, stehen hier in einem Raster, durch das man hindurchgehen kann – das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Entworfen hat es der amerikanische Architekt Peter Eisenman, der bewusst keine Inschriften und keine Namen wollte. Die Wellen aus Beton sollen kein Symbol sein, sondern ein Raum, der beunruhigt: Je tiefer man hineingeht, desto mehr verschluckt das Feld den Lärm der Stadt, und der Boden senkt sich unter den Füßen. 2005 wurde es eingeweiht, nach fast siebzehn Jahren Streit darüber, wie Berlin an die ermordeten Juden Europas erinnern soll. Heute gehört es zu den meistbesuchten Orten der Stadt.

Alte Nationalgalerie
Kunstmuseum auf der Museumsinsel in Berlin
Die Geschichten schreibt eine KI aus öffentlichen Karten- und Enzyklopädiedaten; sie können Fehler enthalten.