Die Terrasse des Kiyomizu-dera ragt dreizehn Meter über den Hang – gehalten allein von hundertneununddreißig Holzpfeilern, ohne einen einzigen Nagel. Der Tempel besteht seit dem Jahr 778, die heutige Halle seit 1633. Und obwohl er zu den meistbesuchten Orten Japans gehört, blieb der Blick über Kyōto frei: Der Tempel kaufte die umliegenden Grundstücke auf, damit dort nie Hochhäuser wachsen. Vom Balkon springt in Japan niemand mehr – aber die Redewendung lebt weiter: „Vom Kiyomizu-Balkon springen“ heißt, sich endlich zu einem Entschluss durchzuringen.
Audioguide Kyōto
Tella ist ein kostenloser Audioguide für jeden Ort der Erde. Hier sind 30 Orte in Kyōto, die eine Geschichte wert sind. Öffnen Sie einen davon auf der Karte und hören Sie sie auf Deutsch, oder nehmen Sie die Android-App mit auf einen Spaziergang und lassen Sie sich erzählen, woran Sie gerade vorbeigehen.

Orte, die eine Geschichte wert sind

Kinkaku-ji
buddhistischer Tempel in Kyoto, Japan; bekannt für den goldenen Pavillon
Photo: Nacaru · CC BY-SA 4.0

Yasaka-Schrein
Schrein in Kyōto
Der Yasaka-Schrein steht am östlichen Ende der Shijō-dōri, wo Kyōto ins Gion-Viertel übergeht – und sein eigentlicher Ruhm begann mit einer Seuche. Im Jahr 869 trug man die tragbaren Schreine des damaligen Gion-Schreins durch die Straßen, um eine Epidemie zu vertreiben. Daraus wurde das Gion-Matsuri, heute eines der größten Feste Japans, das jeden Sommer die halbe Stadt auf die Beine bringt. Der Schrein selbst, in dem seltenen Gion-zukuri-Stil erbaut, gehört zu den größten des Landes und ist dem Sturmgott Susanoo geweiht.
Photo: CC BY-SA 3.0

Shimogamo Shrine
Shinto shrine in Sakyō-ku, Kyōto, Japan
Die Geschichten schreibt eine KI aus öffentlichen Karten- und Enzyklopädiedaten; sie können Fehler enthalten.