Der Praça do Comércio hieß früher Terreiro do Paço – Palastgelände –, denn hier stand bis 1755 das königliche Uferschloss. Beim großen Erdbeben wurde es zerstört, und der Marquês de Pombal ließ den Platz völlig neu gestalten. Noch heute nennen viele Lissabonner ihn beim alten Namen, obwohl der offizielle schon lange Platz des Handels ist.
Audioguide Lissabon
Tella ist ein kostenloser Audioguide für jeden Ort der Erde. Hier sind 30 Orte in Lissabon, die eine Geschichte wert sind. Öffnen Sie einen davon auf der Karte und hören Sie sie auf Deutsch, oder nehmen Sie die Android-App mit auf einen Spaziergang und lassen Sie sich erzählen, woran Sie gerade vorbeigehen.

Orte, die eine Geschichte wert sind

Estremadura
ehemalige Provinz von Portugal
Photo: Created by User:Brian Boru in September 2005, based on a map created by Jorge C… · CC BY-SA 1.0

Kathedrale von Lissabon
Kirchengebäude in Lissabon
Die Sé Patriarcal hat Erdbeben überstanden, die halb Lissabon plattgemacht haben. Das von 1755 zerstörte zwar den Hauptaltar und die Königsgalerie, aber die dicken romanischen Mauern aus dem zwölften Jahrhundert hielten. Damit ist sie die älteste Kirche der Stadt – gebaut direkt nach der Rückeroberung von den Mauren, auf den Fundamenten einer Moschee. Im Kreuzgang gräbt man bis heute römische und islamische Schichten aus.
Photo: Diego Delso · CC BY-SA 4.0

Castelo de São Jorge
Burg in Portugal
Kaum zu glauben, dass dieses Kastell auf dem höchsten Hügel Lissabons einst eine strenge islamische Festung war, bis Afonso Henriques sie 1147 eroberte und damit die Stadt für Portugal gewann. Heute stehen hier nur noch Mauern und elf Türme, aber die Aussicht über die Dächer der Alfama bis zum Tejo ist die eigentliche Attraktion. Der Namenspatron Georg wurde erst im 14. Jahrhundert hinzugefügt, als König Johann I. das Kastell dem Schutzheiligen der Ritter weihte. Von der ehemaligen Königsresidenz blieb kaum etwas; was du heute hörst, sind die Pfauen, die seit Jahrzehnten frei auf dem Gelände stolzieren.
Photo: fulviusbsas · CC BY-SA 3.0

Aufzug Santa Justa
öffentlicher Personenaufzug im Stadtzentrum der portugiesischen Hauptstadt Lissabon
Als der Aufzug Santa Justa 1902 fertig wurde, war sein Erbauer Raoul Mesnier de Ponsard ein Schüler Gustave Eiffels – und man sieht es dem gusseisernen Turm sofort an. Er überwindet 45 Höhenmeter zwischen der Baixa und dem Chiado-Viertel, und das tut er bis heute als ganz normale Linie 54E im Lissabonner Verkehrsnetz. Anfangs zog eine Dampfmaschine die beiden holzvertäfelten Kabinen mit ihren Messingbeschlägen nach oben, erst 1907 übernahmen Elektromotoren. Wer über den Ausgang im Chiado hinaus noch ein Stockwerk höher steigt, steht auf einer Aussichtsplattform mit Blick über die ganze Unterstadt bis zum Castelo de São Jorge.
Photo: Dicklyon · CC BY-SA 4.0

Museu Nacional de Arte Antiga
Kunstmuseum in Portugal

Museum Calouste Gulbenkian
portugiesisches Modern Art Museum, Lissabon

Neue Universität Lissabon
Universität in Portugal

Palácio Nacional de Belém
Palast in Belém (Lissabon), Amtssitz des Präsidenten der Portugiesische Republik
Photo: Kent Wang · CC BY 4.0
Arco da Rua Augusta
Monument in Lissabon, Portugal
Einst stand hier nur ein schlichter Torbogen, der die Praça do Comércio von der Rua Augusta trennte — bis Lissabon nach dem Erdbeben von 1755 beschloss, sich selbst ein Denkmal zu setzen. Der Arco da Rua Augusta, wie er heute heißt, wurde über ein Jahrhundert lang geplant und gebaut; fertig wurde er erst 1875. Die Figuren oben erzählen die Geschichte gleich mit: Vasco da Gama und der Marquês de Pombal flankieren eine Allegorie des Ruhms, die den Wiederaufbau der Stadt krönt. Wer die enge Wendeltreppe im Inneren hinaufsteigt, steht auf der Aussichtsplattform direkt über der Fußgängerzone und blickt hinunter auf das schachbrettartige Straßenraster, das Pombal nach der Zerstörung anlegen ließ.
Photo: Diego Delso · CC BY-SA 3.0

Karmeliterkloster
ehemaliges Kloster des Karmeliter-Ordens in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon
Photo: Georges Jansoone · CC BY 2.5

Rossio
Platz in Lissabon
Der offizielle Name Praça de D. Pedro IV steht auf keinem Schild, das die Lissabonner ernst nehmen – für sie ist dieser Platz einfach der Rossio, seit dem Mittelalter das eigentliche Wohnzimmer der Stadt. Hier wurden Könige ausgerufen, Revolutionen gefeiert und, 1974, das Ende der Diktatur mit Nelken in Gewehrläufen. Die Bronzestatue Pedros IV. hoch oben auf der Säule zeigt ihn in Uniform, doch der letzte Schliff soll von einer ungewöhnlichen Spende stammen: dem geschmolzenen Metall alter Kanonen, die der König einst selbst abfeuern ließ.

Museu Nacional do Azulejo
Kachelmuseum in Portugal
Photo: Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL · CC BY-SA 2.0
Die Geschichten schreibt eine KI aus öffentlichen Karten- und Enzyklopädiedaten; sie können Fehler enthalten.