Vier Bronzepferde über dem Hauptportal haben mehr erlebt als die meisten Bauwerke: Sie standen einst auf dem Hippodrom von Konstantinopel, wurden 1204 beim Vierten Kreuzzug nach Venedig gebracht, dann schaffte Napoleon sie nach Paris, und erst 1815 kamen sie zurück auf die Fassade. Die Originale stehen heute im Museum, oben sind Kopien. Der Dom selbst beherbergt die Gebeine des Evangelisten Markus, die venezianische Kaufleute im Jahr 828 aus Alexandria geschmuggelt haben sollen – versteckt in einem Korb unter Schweinefleisch.
Audioguide Venedig
Tella ist ein kostenloser Audioguide für jeden Ort der Erde. Hier sind 30 Orte in Venedig, die eine Geschichte wert sind. Öffnen Sie einen davon auf der Karte und hören Sie sie auf Deutsch, oder nehmen Sie die Android-App mit auf einen Spaziergang und lassen Sie sich erzählen, woran Sie gerade vorbeigehen.

Orte, die eine Geschichte wert sind

Dogenpalast
Sitz des Dogen und der Regierungs- und Justizorgane der Republik Venedig
Kaum ein Regierungssitz der Welt hat so viele Geheimtüren wie der Dogenpalast. Hinter den prunkvollen Fassaden verbirgt sich ein ausgeklügeltes System aus verborgenen Durchgängen und Kanzleien, in denen der Rat der Zehn über Staatsfeinde urteilte. Die berühmteste Verbindung führt über die Seufzerbrücke direkt in das Gefängnis – wer sie durchquerte, tat dies meist ohne Wiederkehr. Noch heute zeugen die prächtigen Säle mit Werken von Tintoretto und Veronese vom Anspruch der Republik, ihre Macht öffentlich zur Schau zu stellen.

Markusplatz
Platz in Venedig
Napoleon nannte ihn den schönsten Festsaal Europas – und ließ gleich am Westrand eine ganze Gebäudezeile im eigenen Stil hinstellen. Das ist der Markusplatz, der einzige Platz Venedigs, der überhaupt *piazza* heißen darf; alle anderen Plätze der Stadt heißen *campi*, Felder, weil sie einst unbefestigt waren. Der Platz liegt nur knapp über dem Meeresspiegel, und bei Hochwasser drückt das Wasser durch die Kanäle herauf und verwandelt ihn in einen flachen See. Seit 1480 stehen vor der Markuskirche drei Schiffsmasten, an denen bis heute an Feiertagen das Markus-Banner gehisst wird.

Lagune von Venedig
Meerbusen im Norden des Adriatischen Meeres

Seufzerbrücke
Brücke in Venedig
Als Lord Byron Anfang des 19. Jahrhunderts nach Venedig kam, gab er dieser Brücke ihren Namen – und machte sie damit weltberühmt. Denn eigentlich heißt sie schlicht Ponte dei Sospiri, und der Gedanke dahinter ist düster: Hier gingen Gefangene vom Verhör im Dogenpalast hinüber in die Zellen der Prigioni nuove. Durch die steinernen Fenster sahen sie ein letztes Mal das Wasser und das Licht der Lagune, bevor die Tür hinter ihnen zufiel. Wer heute hindurchgeht, blickt auf denselben Kanal – aber von der anderen Seite der Freiheit.

Santa Maria della Salute
Kirchengebäude im Sestiere Dorsoduro, Venedig
Photo: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but plea… · CC BY-SA 3.0

Metropolitanstadt Venedig
Metropolitanstadt in der italienischen Region Venetien
Photo: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but plea… · CC BY-SA 3.0

Teatro La Fenice
Opernhaus in Venedig
Der Name ist Programm: La Fenice, der Phönix. Dieser Vogel, der aus der Asche steigt, musste gleich zweimal wiederauferstehen. 1836 brannte das Haus bis auf die Grundmauern nieder. 1996 brannte es erneut – diesmal legten zwei Elektriker das Feuer, um eine Vertragsstrafe zu umgehen. Beim zweiten Brand wurde Venedigs prunkvollstes Opernhaus fast vollständig zerstört. Acht Jahre dauerten Planung und Wiederaufbau. Die Stadt bestand darauf, alles so originalgetreu wie möglich wiederherzustellen, vergoldete Logen und Deckenfresken inklusive. Uraufführungen von Verdi, Rossini und Bellini machten das Haus berühmt, bevor es zum Symbol der Wiedergeburt wurde.

Markusturm
Campanile (Glockenturm) des Markusdoms
Der Campanile, der heute auf dem Markusplatz steht, ist nicht der erste: 1902 sackte der ursprüngliche Turm zu einem Trümmerhaufen zusammen, fast tausend Jahre nach seinem Bau. Venedig baute ihn exakt so wieder auf, „dov’era e com’era“ – wo er war und wie er war. Mit 98,6 Metern ist er das höchste Gebäude der Stadt, und seine Spitze diente einst als Leuchtturm für Schiffe in der Lagune. Die Venezianer nennen ihn liebevoll „El paron de casa“ – den Herrn des Hauses.

Arsenal
Schiffswerft, Zeughaus und Flottenbasis der ehemaligen Republik Venedig

Il Redentore
Kirchengebäude in Venedig
Photo: Il_Redentore.jpg : Wknight94 derivative work: Alberto Fernandez Fernandez ( tal… · CC BY-SA 3.0

Ca’ Foscari
spätgotischer Palast am Canal Grande, Dorsoduro, Venedig, Sitz der Universität

Ca’ Pesaro
Palast im Sestiere Santa Croce, Venedig
Photo: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but plea… · CC BY-SA 3.0

Ponte della Libertà
Straßenbrücke in der Lagune von Venedig zwischen Mestre und Venedig, Italien

Palazzo Grassi
Palast und Kunstmuseum am Canal Grande in Venedig
Die Geschichten schreibt eine KI aus öffentlichen Karten- und Enzyklopädiedaten; sie können Fehler enthalten.